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1. Biographien
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Privatunterricht, 1676-1677 Besuch des Gymnasiums in Gotha. Ostern 1679 Studien an der Universität Erfurt, Herbst 1679 bis Frühjahr 1682 an der Universität Kiel. Danach hebräische Sprachstudien in Hamburg und Gotha. 1684 als Informator des Studenten Johann Christoph Wichmannshausen nach Leipzig. 1685 Baccalaureus und Magister, Beginn seiner Vorlesungstätigkeit. 1686 zusammen mit Paul Anton Gründung des Collegium Philobiblicum in Leipzig. 1687 Reise zu dem Superintendenten Caspar Hermann Sandhagen nach Lüneburg. Erlebte dort seine Bekehrung. 1688 Fortsetzung der Bibelstudien bei Johannes Winckler in Hamburg. Ende 1688 Besuch bei Philipp Jakob Spener in Dresden. 1689 Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit in Leipzig, wo er mit Vorlesungen und erbaulichen Übungen über paulinische Briefe sein neues Verständnis von Bibel und Theologie vortrug. Löste damit eine Erweckung unter den Studenten und Bürgern der Stadt Leipzig aus, die eine Untersuchung der Universität gegen ihn nach sich zog. Christian Thomasius setzte sich während dieser Untersuchung für ihn ein. 1689 Vorlesungsverbot. 1690 durch die Fürsprache von Joachim Justus Breithaupt Berufung als Diakon an die Augustinerkirche nach Erfurt. Predigte dort im Geiste von Philipp Jakob Spener und nahm seine Vorlesungstätigkeit an der Universität Erfurt wieder auf. Seine Bemühungen um eine Gemeindereform verursachten Ende 1690 einen Konflikt mit der Stadtgeistlichkeit, der 1691 zu seiner Ausweisung aus Erfurt führte. Er verließ am 27. 9. 1691 Erfurt und ging zu seiner Mutter nach Gotha. Am 22. 12. 1691 Berufung zum Pfarrer an die St. Georgenkirche in Glaucha/ Halle und zum Professor für Griechisch und Hebräisch an die Universität Halle. 1695 begann er mit der Gründung eines Waisenhauses und mehrerer Schulen in Glaucha/ Halle. 1698 Professor der Theologie an der Universität Halle. 1698 Erhalt des ersten kurfürstlichen Privilegs für das Waisenhaus mit dazugehöriger Buchhandlung, Buchdruckerei und Apotheke. Dieses Privileg ist die Gründungsurkunde der Franckeschen Stiftungen. 1699 korrespondierendes Mitglied der Society for Promoting Christian Knowledge (SPCK). 1701 Mitglied der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften. 1703 Privileg zur Herausgabe einer Zeitung. 1705 Reise in die Niederlande. 1712 Gründung der Cansteinschen Bibelanstalt zusammen mit Carl Hildebrand von Canstein. 1715 Wechsel als Pfarrer an die St. Ulrichkirche in Halle. 1716 Prorektor der Universität Halle. 1717-1718 Reise ins Reich. Bis zu seinem Tod erfolgte der weitere Ausbau der Anstalten. Verfasser zahlreicher Schriften vornehmlich theologischen und pädagogischen Inhalts. Heirat am 4. 6. 1694 mit Anna Magdalena von Wurm.
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GND:
Biografische Nachweise:
Freyer, Hieronymus: Programmata latino-germanica cum additamento miscellaneorum vario, Halae 1737, S. 689.
 
Dreyhaupt, Johann Christoph von: Pagus Neletici et Nudzici oder ausfuehriche diplomatisch-historische Beschreibung des ... Saal-Creyses ..., Bd. 2, Halle 1755, passim.
 
Dreyhaupt, Johann Christoph von: Pagus Neletici et Nudzici oder ausfuehriche diplomatisch-historische Beschreibung des ... Saal-Creyses ..., Bd. 1, Halle 1755, passim.
 
Leichenpredigten in der Hauptbibliothek der Franckeschen Stiftungen zu Halle, Halle 1975, S. 185.
 
Chronik der Stadt Halle 1750-1835 / hrsg. vom Thüringisch-Sächsischen Geschichtsverein, bearb. von Bernhard Weißenborn, Halle 1933, passim.
 
Kramer, Gustav: August Hermann Francke. Bd. 2. Halle 1882, passim
 
Winter, Eduard: Halle als Ausgangspunkt der deutschen Rußlandkunde im 18. Jahrhundert. Berlin 1953, passim.
 
Die Religion in Geschichte und Gegenwart / hrsg. von Kurt Galling, Bd. 2, Tübingen 1957-1962, Sp. 1013ff.
 
Kramer, Gustav: August Hermann Francke. Bd. 1. Halle 1880, passim.
 
Allgemeine Deutsche Biographie / Auf Veranlassung Seiner Majestaet des Koenigs von Bayern hrsg. durch die Historische Commission bei der Koenigl. Akademie der Wissenschaften, Bd. 7, Leipzig 1875-1912, S. 219ff.
 
Lexikon für Theologie und Kirche / hrsg. von Michael Buchberger, Bd. 4, Freiburg 1957 - 1965, 1967, Sp. 2.
 
Neue Deutsche Biographie / hrsg. von der Historischen Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd. 5, Nachdr. d. Ausg. Berlin 1971-, S. 322ff.
 
Ritschl, Albrecht: Geschichte des Pietismus. Bd. 1. Der Pietismus in der refomierten Kirche. Bonn 1880, S.422, 474
 
Ritschl, Albrecht: Geschichte des Pietismus. Bd. 2. Der Pietismus in der lutherischen Kirche des 17. und 18. Jahrhunderts. 1. Abt. Bonn 1884, passim
 
Hinrichs, Carl: Preußentum und Pietismus, der Pietismus in Brandenburg-Preußen als religiös-soziale Reformbewegung, Göttingen 1971, passim.
 
Geschichte des Pietismus / im Auftrag der Historischen Kommission zur Erforschung des Pietismus, hrsg. von Martin Brecht, Bd. 1, Göttingen 1993-1995, passim.
 
Geschichte des Pietismus / im Auftrag der Historischen Kommission zur Erforschung des Pietismus, hrsg. von Martin Brecht, Bd. 2, Göttingen 1993-1995, passim.
 
Pietismus und Neuzeit. Ein Jahrbuch zur Geschichte des neueren Protestantismus, Bd. 13, Göttingen 1974-, passim.
 
Beyreuther, Erich: Geschichte des Pietismus, Stuttgart 1978, passim.
 
Pietismus und Neuzeit. Ein Jahrbuch zur Geschichte des neueren Protestantismus, Bd. 4, Göttingen 1974-, passim.
 
Pietismus und Neuzeit. Ein Jahrbuch zur Geschichte des neueren Protestantismus, Bd. 6, Göttingen 1974-, S. 13.
 
Pietismus und Neuzeit. Ein Jahrbuch zur Geschichte des neueren Protestantismus, Bd. 12, Göttingen 1974-, passim.
 
Pietismus und Neuzeit. Ein Jahrbuch zur Geschichte des neueren Protestantismus, Bd. 17, Göttingen 1974-, passim.
 
Matthias, Markus: August Hermann Francke (1663-1727). In: The pietist theologians. An introduction to theology in the seventeenth and eighteenth centuries. Ed. by Carter Lindberg. Malden, Mass. [u.a.] 2005, S. 100-114.
 
Spener, Philipp Jakob: Briefwechsel mit August Hermann Francke (1689-1704). Hg. v. Johannes Wallmann u. Udo Sträter in Zusammenarbeit mit Veronika Albrecht Birkner. Tübingen 2006.
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