Hausunterricht, 1680-1683 Besuch des Gymnasiums in Heilbronn. 1683 an der Universität Altdorf immatrikuliert, 1688 Magister in Altdorf, 1689 an der Universität Jena immatrikuliert und Adjunkt der philosophischen Fakultät, 1689 im Wintersemester an der Universität Leipzig immatrikuliert. Dann in Dresden und Berlin. Beschäftigte sich mit Architektur und Theologie. 1694 Professor der Mathematik an der Ritterakademie in Wolfenbüttel. 1697 und 1699 Studienreisen nach den Niederlanden und Paris. 1702 Professor für Mathematik in Frankfurt an der Oder. 1704 Mitglied der Akademie der Wissenschaften Berlin. Streitigkeiten mit der Geistlichkeit und deshalb 1711 Baudirektor in Schwerin. 1712 Kammerrat, erneute theologische Streitigkeiten. 1716 in Rostock. 1718 in Hamburg. 1719 Rat und Baudirektor von Rudolf von Braunschweig in Blankenburg. Stark pietistisch, trat bei seinem Weggang von Frankfurt an der Oder zum reformierten Glauben über.
Allgemeines Gelehrten-Lexicon.../ hrsg. von Christian Gottlieb Jöcher, Bd. 4, Nachdr. d. Ausg. Leipzig 1750, Sp. 913ff.
Will, Georg Andreas: Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon ..., fortgesetzt von Christian Conrad Nopitsch (ab Bd. 5), Bd. 3, Nürnberg 1755-1808, S. 809ff.
Allgemeine Deutsche Biographie / Auf Veranlassung Seiner Majestaet des Koenigs von Bayern hrsg. durch die Historische Commission bei der Koenigl. Akademie der Wissenschaften, Bd. 37, Leipzig 1875-1912, S. 42ff.
Literaturangaben:
Wotschke, Theodor: Neue Urkunden zur Geschichte des Pietismus in Bayern. In: Zeitschrift für bayrische Kirchengeschichte 6 (1931), S. 38-44, S. 97-108, S. 234-251. 7 (1932), S. 44-55, S. 102-113, S. 180-187, S. 104.